Planetenweg am nördlichen Kanalufer

von Christian Sklenak

Planetenweg am nördlichen Kanalufer

Eröffnung am 10. Juni

Im Zuge des integrierten Innenstadtkonzeptes „Wir machen MITte“ waren Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, eigene Ideen und Projektvorschläge einzureichen und einer Jury zu präsentieren. Gewonnen hat der Vorschlag von Christian Gruber, am Kanal ein „Planetenufer“ einzurichten, ein in Größe und Abstand der Himmelskörper zueinander maßstabsgetreues Modell unseres Sonnensystems.

Die letzten Arbeiten sind im Gange und am kommenden Samstag, den 10. Juni, um 12 Uhr, wird der sich über eine Länge von 3,2 Kilometer ziehende Planetenweg offiziell eröffnet. Interessierte können sich dann auf eine erste Begehung freuen.

Christian Gruber ist Bibliothekar in der Stadtbibliothek und die Astronomie ist ein Bereich der ihn schon lange interessiert. „Am freien Montag Nachmittag saß ich lesend am Kanal und dann kam mir die Idee. Hier war Platz für was Großes und das Sonnensystem in Größe zeigen zu können, maßstabsgetreu, das hatte sofort seinen Reiz“, erzählt Christian Gruber. Die erste Station befindet sich direkt an der Hochstadenbrücke. „Hier beginnen wir mit der Sonne, die rund einen Meter Durchmesser haben wird“, so Gruber. Von der Hochstadenbrücke geht es dann 3,2 Kilometer Richtung Östrich.

Schon als vierte Station stößt man auf die Erde, rund 107 Meter entfernt von der Sonne. „Das Licht benötigt achteinhalb Minuten bis zur Erde. Wenn man versucht die 107 Meter zwischen Sonne und Erde in achteinhalb Minuten zu laufen, dann muss man schon ganz schön langsam gehen, doch man kann sich ein fantastisches Bild von der Realität machen“, so Metallbauer Klaus Osterholt, der die Stationen mit den Planeten hergestellt hat. Noch ein weiteren Unterschied weißt der „Blaue Planet“ auf. „Die Erde ist der einzige Planet, der nicht durch eine Edelstahlkugel dargestellt wird. Sie wird durch einen blauen Edelstein imitiert. Die Erde hat einen Durchmesser von einem Zentimeter und ist, wie auch alle anderen Planeten, maßstabsgetreu zur Sonne umgerechnet“, erklärt Gruber. Als letzter Planet befindet sich in Östrich der Planet Neptun.

Eine tolle Idee von Christian Gruber wird ab Samstag allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen. Machen Sie sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Weg durch unser Planetensystem.

Bild oben rechts (v.l.): Maike Sammetinger, Maren Blasius (beide Stadtteilbüro Dorsten MITte) mit Metallbauer Klaus Osterholt und Christian Gruber, dessen Idee des „Planetenweges“ ab kommenden Samstag Realität ist.

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