Lesung aus den Erinnerungen von Paul Spiegel zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

von Martina Jansen

Lesung aus den Erinnerungen von Paul Spiegel zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Es war still im Lesesaal des Jüdischen Museums. Kaum ein Stuhl blieb leer und die Zuhörer lauschten konzentriert, teils mit geschlossenen Augen, den Worten der Schüler und Schülerinnen. Sie lasen, ebenso wie der 18-jährige Mike Brüggemann, aus dem Buch „Wieder zu Hause“. Ihn löste Landrat Cay Süberkrüb an, der ebenfalls Passagen aus dem Buch vortrug.

Diese offene Lesung gestalteten Abiturienten des Berufskollegs am 27. Januar 2017 aus den Erinnerungen des Namensgebers des Berufskollegs: Paul Spiegel.

Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 ist Anlass für den jährlichen Holocaust-Gedenktag. Im JÜDISCHEN MUSEUM WESTFALEN fand dazu eine Lesung aus den Lebenserinnerungen des verstorbenen Paul Spiegel statt. Nüchterne Zahlen und Statistiken zum Thema Rechtsradikalismus sagen nichts über das tatsächliche Leid der Opfer aus. Um die Erinnerung an den Holocaust wach zu halten, bereiteten Abiturienten des Berufskollegs diese Lesung vor.

Paul Spiegel war von 2000 bis 2006 Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Seine Lebenserinnerungen ermöglichen einen tiefen Einblick in die Auswirkungen der Gräuel des Holocaust.
2007 wurde das Dorstener Berufskolleg nach ihm benannt.

Foto oben rechts: Landrat Cay Süberkrüb hörten die anwesenden Schüler und Schülerinnen andächtig zu

Zurück