Projekt „Zukunft“

von Martina Jansen (Kommentare: 0)

Projekt "Zukunft"

Der Nachwuchs steht bereits in den Startlöchern

Dass Saban Ünlü ein großes Wissen hinsichtlich Softwareentwicklung sowie der künstlichen Intelligenz hat, ist bei seiner Tätigkeit als CEO der Dorstener Softwarefirma netTrek, absolut nicht verwunderlich. Dass er seit längerer Zeit sein Wissen aber auch ehrenamtlich an Jugendliche weitergibt, das wissen sicherlich nicht so viele Dorstenerinnen und Dorstener.

„Wie können wir Dinge, also z.B. Sensoren, Aktoren, Mikrocontroller dazu bringen miteinander zu kommunizieren und damit Abläufe smart gestalten? Welche Möglichkeiten bietet diese Zukunftstechnologie?“ Diese Fragen wollte Saban in einem spannenden Informatik-Angebot mit interessierten Jugendlichen klären. Dazu nahm er Kontakt zu Daniela Kasche und Dr. Stefanie Marzian vom Dorstener Verein „HerausForderung e.V.“ sowie zu Martina Lissner, Mitarbeiterin der Jugendberufshilfe der Stadt Dorsten, auf. Martina Lissner konnte aufgrund ihres großen Netzwerkes zahlreiche interessierte Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse erreichen. „Das Gymnasium Petrinum war sehr interessiert, Schüler anderer Schulen haben wir separat geschult“, erklärt sie. 

Foto oben rechts: Saban Ünlü organisierte den Workshop

Damit alle Jugendlichen zu Beginn des Workshops auf einem Stand sind, bildete Saban sowohl die drei engagierten Lehrkräfte des Gymnasiums Klemens Schüler, Malte Schmiedhäuser und Andreas Hochstrat als auch den Diplom-Wirtschaftsinformatiker Daniel Marzian weiter, damit sie das Grundwissen des IoT, dem internet of things, an die interessierten Jugendlichen weitergeben konnten. Die Schülerinnen und Schüler, die nicht durch die Lehrer des Gymasiums Petrinum geschult wurden, konnten an dem „Plan B Workshop“ des Dorstener Vereins „HerausForderung e.V.“ teilnehmen. „Wir konnten ihn Dank der Globus Stiftung und der „Stiftung Zukunft bilden“ für die interessierten jungen Dorstener durch meinen Mann als Kursleiter, kostenlos anbieten“, freut sich Stefanie.
In diesen Kursen konnte der IT-Nachwuchs in die Themen IoT und grafische Programmierung reinschnuppern und erste Erfahrungen sammeln. Die acht begabten Jungen und Mädchen, die nach diesem Grundkurs weiterhin interessiert waren, bekamen die Möglichkeit am  Workshop mit Saban in der VHS teilzunehmen. Mit der großzügigen finanziellen Unterstützung des Rotary Clubs Dorstens steht den Teilnehmern aktuelle Technik wie beispielsweise Mikrocontroller zur Verfügung.
Martina Lissner freut sich darüber, dass der breite Zugang zu diesem Projekt dadurch wirklich allen interessierten jungen Menschen die Teilnahme ermöglicht. „Denn überdurchschnittlich begabte Schülerinnen und Schüler fallen oft durchs Raster und werden nicht gefördert“, bedauert sie. 

Foto oben rechts: Der Einplatinencomputer Calliope mini

Der 15-jährige Fabian und die 17-jährige Bea sind zwei der Teilnehmer dieses Workshops. Sie haben nicht nur Spaß am Programmieren, sondern können auch Sabans Ausführungen problemlos folgen. Die Schülerin sowie der Schüler des Gymnasiums Petrinum können sich sehr gut vorstellen im späteren Berufsleben in die Richtung Informatik und KI zu gehen.
Um den Teilnehmern einen kleinen Anreiz zu schaffen und sie weiterhin zu begeistern, stehen hinter dem Workshop konkrete Anwendungsideen. „Vielleicht bewerben wir uns bei ‚Jugend forscht‘“, erklärt Saban und Klemens Schüler ergänzt: „Wir können uns aber auch vorstellen, dass die Schülerinnen und Schüler möglicherweise Interesse daran haben, einen Wetterballon steigen zu lassen und die gesammelten Daten anschließend auszuwerten.“

Foto oben rechts: Saban gibt sein Wissen gerne an Bea weiter

Text: Martina Jansen
Fotos: Chhristian Sklenak und privat

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